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Patientenverfügung - Betreuungsverfügung - Vorsorgevollmacht

Nachricht vom 18.09.2012
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Die Patientenverfügung regelt die medizinischen und pflegerischen Maßnahmen, mit denen ein Mensch einverstanden bzw. nicht einverstanden ist, wenn er seinen Willen nicht mehr äußern kann, und zwar wirklich nur dann. Solange eine Willensäußerung in irgendeiner Form möglich ist, wird immer eine Entscheidung des Patienten erfragt oder ermittelt und befolgt werden.

 

Die Betreuungsverfügung bestimmt die Person des Betreuers (früher Vormund) für den Fall, dass man bestimmte Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann. Beispielsweise geht es um Vermögensfragen, Aufenthalt, Wohnung oder die Gesundheit. Die Errichtung einer Betreuungsverfügung dient dem Zweck, möglichst eine gerichtliche Betreuerbestellung zu vermeiden und eine Person des persönlichen Vertrauens zu benennen. Diese Person sollte mit der Betreuung einverstanden sein.

 

Die Vorsorgevollmacht dient ebenfalls der "Vorsorge" für den Fall, dass man bestimmte Rechtsgeschäfte nicht mehr selbst vornehmen kann, wie z.B. Bankgeschäfte, Behördengänge etc. Sie kann als Generalvollmacht für alle Arten von Rechtsgeschäften oder auch nur für bestimmte Arten von Geschäften erteilt werden. Dies richtet sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Sie setzt ganz besonderes Vertrauen in die oder den Bevollmächtigte(n) voraus und die oder der Betreffende muss damit einverstanden sein.

 

Allen drei Geschäften ist gemeinsam, dass sie auf neue Lebenssituationen angepasst werden sollten und dass sie jederzeit widerruflich oder abänderbar sind. Auch jüngere Menschen sollten sich mit diesem Problemkreis auseinandersetzen, denn durch Unfall oder Krankheit kann leicht Bedarf für derartige Verfügungen entstehen.

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