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Das neue Mindestlohngesetz

Nachricht vom 04.03.2015
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Seit dem 1.1.2015 mĂĽssen Arbeitgeber an alle Beschäftigte, auch Geringverdiener, den Mindestlohn von 8,50 € brutto pro Stunde zahlen. Der Anspruch ist unverzichtbar. Als problematisch werden insoweit vertragliche und tarifliche Ausschlussfristen angesehen. Ausnahmen gibt es wenige: Auszubildende und Jugendliche unter 18 Jahren ohne Berufsabschluss, bestimmte Praktikanten, Ehrenamtliche, Langzeitarbeitslose und Zeitungszusteller. In einer Ăśbergangsfrist bis Ende 2016 dĂĽrfen Tarifverträge z.B. im Friseurhandwerk, in der Fleischverarbeitung und in der Zeitarbeit geringere Mindestlöhne vorsehen. Das Gesetz sieht fĂĽr alle Minijobber und in bestimmten "gefährdeten" Branchen eine Dokumentationspflicht fĂĽr Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit jedes Beschäftigten spätestens 7 Tage nach der Arbeitsleistung vor. Diese Aufzeichnungen sind zwei Jahre aufzubewahren und bereitzuhalten. Das MiLoG sieht darĂĽber hinaus unter bestimmten Voraussetzungen eine Subunternehmer-Haftung vor. Der Zoll kann die Einhaltung der MiLoG-Bestimmungen ĂĽberprĂĽfen. Bei Verstößen können BuĂźgelder bis zu 30.000 bzw. bis zu 500.000 € verhängt werden. Zurück zur Newsletter-Ăśbersicht